Spur halten

Ahoi!

 

Ich machte mir ja einen schlauen Plan für dieses Jahr 2016. Viel Fotografieren, Spaß haben Immer schön die Webseite am Laufen halten. Daneben Instagram vollpusten, auf Twitter seriös bleiben und keinen Blödsinn tippen. 

Nun ja. Mit den Vorsätzen klappt das ja nicht mal bei Twitter! Instagram unterhält mich noch prächtig - kostet aber natürlich jede Menge Zeit.

Tja, bald fällt im Dezember schon wieder der Jahresvorhang und meine Webseite und der Blog japsen hinterher. Mit der Schreiberei halte ich es aber immer so: Druck, Alarm, letzte Rille und dann mit klarem Ziel in die Tasten klopfen.

 

Zur Schreiberei vielleicht ein kleiner Ausblick. Fotografenkollege Gerhard Eisenschink klingelte bei mir an und fragte ob ich ein Kapitel für sein Buchprojekt "Die Kurve - Eine Ode an das Höchste der Gefühle für Motorradfahrer" machen wollte. Das Thema an mich: Motorräder/Action/Kurven/Anekdoten - eben einfach was mir aus meinem Berufsleben als "Kurvenjäger" so einfällt. Also, ich verrate jetzt nicht mehr, empfehle aber das Buch zu kaufen. Jede Menge andere Autoren sind da mit schrägen wie ebenso spannenden Ansätzen zum Thema Kurve vertreten. Gerhard Eisenschink, die Kurve, Bruckmann Verlag ISBN 978-3-7343-0932-8

 

Zurück zu meinem galoppierendem Jahr 2016: Buchkapitel abgeliefert, bei MotorsTV fast die komplette Motocross-WM Saison live kommentiert. Plus Motocross der Nationen, Supercross Lille, Montpellier und für den ADAC den Supercross-Livestream aus Stuttgart. Mit Ex Superbike Weltmeister und Valentino Rossi Teamkollegen Colin Edwards durfte ich in Texas Dirttrack fahren, beobachtete Guy Martin und Triumph, beim, leider, gescheiterten Weltrekordversuch in Bonneville/Nevada. Dies alles nur die unterhaltsamen Finger -und Zungenübungen neben der Fotografie.

 

Als Fotograf macht mir immer noch riesig Freude die Arbeit bei den Motorrad Präsentationen. Nach der GS-Trophy in Thailand, kam die internationale Scrambler Pressevorstellung, ein exklusiver Journalisten Testride der neuen G310R in München und jetzt, ganz aktuell nächste Woche, die Weltpräsentation in Kalifornien. Anregend, spannend aber auch stressig war es mit Harley-Davidson ganz im Nordwesten der USA. "Schlaflos in Seattle" traf es da ganz gut.

 

Eben diese "auf den Punkt-Anforderung" bei den Pressevorstellungen schärft auch den Blick auf die eigene Ausrüstung. Nach den extremen Bedingungen in Thailand (die Nikon Ausrüstung des Kollegen schwächelte) war klar, dass ich mir die neue Canon EOS 1-DX Mark II kaufe. Aber ganz ehrlich, der "Wow"-Effekt trat nicht ein. Eher sogar große Ernüchterung. Diese aktuellen Spiegelreflexkameras erledigen souverän ihren Job. Ausgereift, hohe Qualität, funktionieren klaglos. Innovation und Esprit? Fehlanzeige. Diese Ausgereiftheit macht mich dabei auch ein bisschen müde und betriebsblind. So nahm ich anfangs auf dem Salzsee in Bonneville einen Modefotografen nicht wirlich ernst, weil er in meiner Denke mit "kleinen" Fuji Sucherkameras nur lässig rumspielte. Gut aber, dass es Jetlag und schlechtes Wetter gibt, so beschäftigte ich mich doch irgendwann damit. Kurzerhand bestellte ich mir eine Fuji-X T2 um herauszufinden, ob diese neue Generation Sucherkameras unsere Spiegelreflexwelt überflüssig machen. Funktioniert Retrodesign und Handlichkeit für alle Profiansprüche? Ich möchte es rausfinden. Wäre ein spannender Kreislauf, denn ich fotografierte über zehn Jahre mit Fuji Filmen bevor die digitale Welt alles zermalmte. Das Problem ist nur, aktuell gibt es keine Fuji-X T2 lieferbar! Hoffentlich klappt es vor Weihnachten noch. Das wäre dann auch ein prima Ansatz für einen topfrischen Blogtext...

 

In diesem Sinne ein dickes Dankeschön fürs Reinschauen, dranbleiben - und bis bald!

 

 

Markus Jahn 

 

 

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Obacht!

Ahoi!

 

Eigentlich mag ich als Fotograf Sonnenuntergänge nicht besonders. Eigentlich? Nun ja, oft täuscht das vermeintlich idyllische Finalbild über die zähe Realität hinweg. Die Truppe müde und hungrig, Der Tag eh schon viel zu lang, im Winter schockgefrostet, windgebeutelt -  sinkt die Laune  meistens schneller als die Sonne.

Auf dem Bild links kann es niemand sehen, aber ich kann es tippen - Stimmung war top! Südlich des größten Wandersandhaufens Europas, der Düne von Pyla,(Reisetipps des Knipsers: Die Düne von Pyla, oder auch Pilat, liegt bei Arcachon in Frankreich, Atlantikküste. Ein sich langsam fortbewegender Mammut Sandberg: bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit, 2,7 Kilometer lang und sollte unbedingt einmal im Leben bekraxelt werden!) entdeckten wir während der Verschleißfahrt des MOTORRAD Reifentests eine feine Stelle und genossen einen absolut relaxten Abend!

Mit elf Tagen am Stück bildet der Reifentest eh einen echten Arbeitsklopper. 4000 Kilometer alleine Verschleißfahrt, drei Tage Renn -und Teststrecke für alle Reifenkategorien. Planung, laden, packen, Bilder sortieren: Um ehrlich zu sein, ich müsste eigentlich jetzt noch für den darin integrierten Klamottenvergleich Bilder verschicken  - drück und grusel mich aber vor den zeitintensiven Aufräumarbeiten am Rechner. 

Der April hatte es echt in sich: Reifentest, schön, aber hart, ich....  - Stopp!

Bevor jetzt irgendjemand auf die Idee kommt, ich jammer hier rum, drücke ich gleich vorsichtshalber selber auf den Ausknopf: Mir gefällt extrem gut was ich mache, möchte nie nicht tauschen und bei dieser heutigen Blognummer nur eine "Obacht"-Geschichte erzählen. Um dahin zu kommen, muss ich allerdings was Runterrattern, damit es eventuell verständlich erscheint... Zu kompliziert? Spielt jetzt auch keine Rolle mehr!

Also nun die Aufzählung: 11 Tage Reifentest, davor und danach bei MotorsTV Kommentator für die Motocross WM, mit jeweils vier Stunden live und  alleine im Studio: Valkenswaard, Mexico. Unvorbereitet sitze ich nicht am Mikro - jede Menge Zeit schon mal weg. Als Fotograf wieder Reifenpräsentation, Metzeler Roadtec01 in Boxberg, und dann direkt nach Marseille mit Harley-Davidson zur Präsentation der LowRider S und Roadster. Bis hierher jede Menge Lametta. Aber ein Monat deutlich zu wenig Schlaf und im schrägen Hotel von Marseille auch noch ein "mexikanischer Themenabend".

Wie auch immer, wir nähern uns dem "Obacht". "Präsentationsfotografie" bedeutet einfach nur in kürzester Zeit das Richtige tun. Morgens Kurve normal, mittags aus dem Auto. Fotograf liegt gekrümmt im Kofferraum eines Renault Twingo Mietwagens (türkisfarben!) und Alex, motivierter Brite, am Volant. Journalist auf der Mopete im knappen Abstand dahinter. Feuer frei, der Zeigefinger belegt den Auslösknopf. Zwei Kilometer in die eine Richtung, im Kreisverkehr zackig die Seite im Kofferraum wechseln - und zurück. Zwei Fotografen, zwei Autos, 16 Journalisten und zwei Modelle. Kann man ausrechnen, das dauert. Und dann passiert das, was alle Fotografen immer fürchten: Bei Rumhampeln im Mini-Kofferraum fahre ich mit dem Zeigefinger über das Einstellrad der Canon und merke es nicht. Mit viel zu kurzer Verschlusszeit ratter ich den Kollegen ab und entdecke die Panne erst, als ich schon längst wieder auf Tour bin.

Warum ich das hier schreibe? Damit mir ein solcher Lapsus nicht nochmal passiert und ich mich immer daran erinnere!

Aber ehrlich, es gibt  Schlimmeres im Leben und der Mai läuft bisher fehlerfrei...

 

Also, danke fürs Reinschauen, lesen und bis die Tage. Macht was draus!

 

 

Markus Jahn 

 

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Staub tut gut

Aloha!

 

Staub tut gut. Warum? In unserer ach so cleanen Welt sollte es wirklich niemand verpassen, sich des Öfteren ordentlich einzusauen. Verzieht sich die Staubwolke, haben wir subito einen bewussteren Blick auf die Umwelt.

Dieses Erlebnis kann ich ungefiltert, entstaubt und ganz aktuell zum Besten geben: Im Auftrag von BMW Motorrad düste ich mit dem großen Boxer bei der GS Trophy 2016 in Thailand umher. Eine Unternehmung mit mächtig Erlebnissen, Anforderungen und Eindrücken!

Vielleicht zuallererst ein typisches "Fotografen-Technik-Gezappel": die Ausrüstung!

Spielte ich vor Thailand noch mit dem Gedanken eventuell von Canon auf Nikon zu wechseln, erledigte sich dies nun ganz nebenbei. Die GS Trophy als Fotograf zu begleiten, bedeutet eben auch bis zu zehn Stunden am Tag mit einem bleischweren Rucksack offroad Motorrad fahren. Nach einem Tag Dauerregen und Matsch begleitete uns sieben weitere Tage dann nur noch Hitze und Staub, Staub und nochmals Staub.

Die Tage waren fahren, absteigen, Rucksack runter - klick, klick und schnell wieder weiter zum nächsten Stopp. Bei 38 Grad im Schatten kocht es ordentlich unterm Helm! Ausrüstung, Mensch und Maschine litten im Gleichklang! Vielleicht macht der Mensch schlapp - aber die Canon hielt! Zufall, oder auch nicht: Die Nikonobjektive von Kollege Peter Musch knirschten und ließen sich kaum noch bewegen! Ich hatte Tage, da blinkte am Gehäuse "Error", Knöpfe klemmten, Menüebenen verschwanden. Aber irgendwie klackerte die 1DX immer weiter.  Entscheidung gefallen: Ich bleibe bei Canon! Zurück in Deutschland gab ich Gehäuse und Objektive direkt zum Service und nahm den leeren Rucksack als erstes mit zum Duschen. Auch beim neu gekauften Rucksack eine erfühlte Erkenntnis: Der LowePro "Whistler" ist super-duper robust, aktuell wieder piekfein sauber - aber auch leider ein Tick zu schwer.

Jetzt aber genug mit diesem Test -und Technikgeschwafel!

 

Nord-Thailand intensiv mit dem Motorrad zu durchkreuzen, gehörte definitiv zu den besten Erfahrungen die ich auf Zweirädern erleben durfte!  

Immer wieder ploppen die Bilder bei mir auf: Singletrails, schnelle Pisten, entlegene Käffer, freundliche Thailänder, Elefanten, endlose Wasserdurchfahrten. Es gäbe noch Unmengen zu tippen, aber ich muss auch so langsam wieder in den Alltag rutschen. Was ich an Trophy-Bildern nicht schon täglich abends in Thailand versendete, muss jetzt zuhause seinen Weg gehen. 

Den ein oder anderen Auftrag habe ich auch schon wieder hier erledigt und pflege natürlich weiterhin ausgiebig mein "Instagram-Hobby" oder twitter irgendeinen Unfug in die Welt. Wer folgen möchte - gerne unter: @markus_jahn67

Dem Thema Offroad bleibe ich noch eine Woche extrem treu: Ich muss erstens von Helm bis Stiefel alles noch putzen und Ostermontag kann ich im MotorsTV-Studio, zusammen mit Stefan Heinrich, den MXGP in Valkenswaard kommentieren. Live und in Farbe freue ich mich jetzt schon!

 

Also, dranbleiben, gerne wieder reinklicken und bis die Tage. Macht was draus!

 

 

 

Markus Jahn

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Das Jahr rennt

Ahoi!

 

Feeeebruuuar! Ja, kann es echt schon wieder so weit im Jahr sein? War nicht gestern erst Böller-Böller-Bumm-Silvester? Neee, schon wieder ewig rum!  

Dafür ziehen aktuell extrem auffällig gekleidete Menschen lärmend auf den Straßen umher. Ha, wer jetzt von mir Narren-Bashing erwartet, schnippelt sich aber sowas von selbst in den Finger! Diesen Job erledigen die Damen und Herren der knallbunten Brauchtumspflege ganz ohne mich!

 

Aber was veranstaltete ich denn so? Klar, Dortmund Supercross gleich am Anfang. Text und Fotos. Schwups sind ein paar Tage weg. Danach begann ich mit einer noch nicht abgeschlossenen Grübelei: Soll ich von Canon weggehen und auf Nikon wechseln? Nach über zwanzig Jahren Canon brächte etwas Neues möglicherweise frische Schmierpaste in die manchmal eingefahrenen Rädchen. Aber - das wäre dann schon ein Riesending. Aaalles neu kaufen. Da glüht der Finger ganz schön auf dem Taschenrechner. Tja, noch nicht zu Ende gedacht, da präsentiert Canon für April die EOS 1DX MarkII.  Das neue Gehäuseflagschiff lässt mich jetzt auch nicht vor Begeisterung vom Stuhl hüpfen, aber zumindest geht es bei Canon halbmotiviert weiter.  Ob Nikon oder doch wieder Canon: Irgendwas muss dieses Jahr her, denn der Lebenszyklus meiner aktuellen 1DX verspricht keinen zweiten Frühling mehr.

 

Nachdem ich ja mit Twitter schon Social-Media den Anker hochkurbelte, verdaddel ich momentan nun die meiste Zeit bei Instagram! Auch da:  @markus_jahn67! Gegen die iPhone, Filteranklicker und Dauerknipswischer darf jeder altgediente Profiwirbler noch ein bisschen Fahrt aufnehmen! Wenn jetzt jemand meine Meinung lesen möchte: Ich finde es erfrischend! Tag und Nacht, überall, Erstaunliches und großer Schrott, weltumspannend, atemlos, witzig, verlogen, von Posern besetzt - und machmal auch ermüdend. Aber egal, ich nehme die kreuzwilde Hetzjagd mit! Was gestern noch mundete, ist jetzt schon schalste Plörre! 

 

So, kommen wir zum Ende dieses Geschreibsels, denn ich wollte schließlich meinen Januar noch verarbeiten. Für MOTORRAD durfte ich an einem irren Klamottentest teilhaben. Danke Klaus, Danke LowC! Schaut bei Instagram! 

Jetzt packe ich für eine Woche Spanien. Adventurebikes, Enduros und das alles noch nach Le Touquet-Kommentator bei MotorsTV! Ein ganzer Monat nur Offroad! Sehr schön, denn so geht es nämlich bei mir auch weiter. Eine ganz große, ein ganz extreme Nummer kommt dann direkt nach Spanien!

Davon schreib ich aber erst wieder im März. Oder Ihr folgt mir auf Instagram und Twitter? Wie auch immer. Wheels up! Macht was draus!

 

 

Markus Jahn 

 

 

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Still ruht der See

Moin, Moin!

 

So ein anlaufendes Jahr ist doch eine prima Zeit. Display feudeln, Keller aufräumen, Bilder sortieren. Vor allem aber - kann ich mir den Finalmonat 2015 aus den Knochen kneten.

Fing ja eigentlich lässig an, im Dezember. Ich schrieb für MOTORRAD 02/2016 einen Text über die E-Saroléa. Coole Truppe, cooles Bike. Mal schauen, was die Jungs dann dieses Jahr beim Zero-TT auf der Isle of Man reißen. Aber dann. Eine neue Erfahrung bei MotorsTV und vier Stunden live SX Montpellier kommentieren. Kurz davor bekam ich Fieber, Husten und hatte eine schlechte Idee mit Hustenstiller. Erstens - kaum Wirkung. Zweitens -  war ich von von dem Zeugs so benebelt, dass ich teilweise am Ende eines Satzes mich nicht mehr an den Anfang erinnern konnte... Ach? Gar nichts Neues... ;-)

Zur Motivation auf das letzten Januar-Wochenende 2016 dann wieder ein echt schönes Ding. Le Touquet! Den Sand-Endurobrenner lass mich ungern entgehen. So sitzen Stefan Heinrich und ich sicher wieder vor den MotorsTV Mikros. Wer von meinem Geschreibsel noch nicht genug hat, darf mir auch gerne auf Twitter folgen: markus_jahn67 

Was gab es bei der Fotografie im Dezember? Honda Africa Twin! Top-Test, Vergleichstest für MOTORRAD. Die Africa Twin der Burner 2016? Garantiert eine der besten Hondas der letzten Jahre. Aber wieso bekommen die Hondistis einfach nicht den echten Knack in das Design? Entscheidet selbst!

Dann hätte ich noch das Thema Café-Racer. Ein paar Tage vor Weihnachten fotografierten wir Moto Guzzi V7 Sport und Yamaha XV 950 in Frankreich. Ja, wie soll ich es schreiben. Schöne Mopeds, keine Frage. Aber wer kommt denn auf die so eigenartig, unpraktische Idee, tiefe Stummelllenker an solche Mopeten zu basteln? Weil Café-Racer immer so waren!? Mon Dieu! Dann lief das schon immer falsch - oder besser gesagt die alten Windgesichter wollten anno Tobak eben sportlich sein und pfriemelten in der damaligen Not ihre Kisten um. Zum Glück kamen dann aber "echte" Sportmotorräder und "normale" Motorräder hatten eben auch wieder einen normal hohen Lenker. Aber, egal - jeder wie er will! Und sowieso: Die 59-Halstüchlein-Designfans machen ja eh nicht so ausgedehnte Kaffeefahrten. Ich dagegen freue mich auf Supercross, denn da steht am nächsten Wochenende Dortmund an. In diesem Sinne, macht was draus - Wheels up!

 

 

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